Wie geplant erreichen wir nach Quiberon zum Ende unserer Reise wieder einmal St. Cado, dessen großer und sympathischer Campingplatz mit Blick auf das „meistfotografierte Haus der Bretagne“ im Winter mit reduziertem Service geöffnet hat . Eigentlich sollte es automatisiert mit Schranke laufen, aber bei unserer Ankunft stellt sich raus, dass das Regenwetter dafür gesorgt hatte, dass man nicht ganz fertig geworden ist. Läuft also auf tiefenentspanntes „installez-vous und leg die 11,50 pro Nacht in den Briefkasten“ hinaus.
Die Wiesenplätze sind größtenteils unversehrt, weil inzwischen weitestgehend „stabilisés“, also mit stabilisierenden Matten gleich unterhalb der Grashalme ausgestattet. Gute Sache, ohne das wäre es eine Schlammschlacht. Apropos … es wird fleißig gearbeitet und das Gelände noch mal fast verdoppelt. Stichwort Bauboom … aber es ist auch einfach ein sehr schnuckliger kleiner Ort, der fast ausschließlich vom Tourismus lebt. Klos sind offen, Duschen zu, und Madame beaufsichtigt die Pflanzarbeiten für die nächste Saison. Sehr entspannt alles.
Hier muss man eigentlich gar nichts tun als durch das Dorf und entlang dem Küstenpfad spazieren und die zahlreichen Inselchen und Vogelgetier bei Ebbe und Flut beobachten. Wenn es bisher noch nicht geklappt hätte, hier kann man endgültig zur Entspannung kommen.
Bleibt natürlich die endlose Fotoaufgabe, das „meistfotografierte Haus“ in der ultimativen Kombi aus hoher Flut und Morgenbeleuchtung zu bekommen, möglichst noch als Langzeitbelichtung … es bleibt schwierig. Morgenlicht hat man um die Tageszeit bis mittags, die Flut ist jedoch sehr früh dran, wenn die Sonne noch nicht hoch genug ist. Beim Frühstück immer der Blick aus dem fenster und der Griff nach der Kamera … so halbwegs klappt es erst bei der Abreise, als Bonus gibt es einen Regenbogen. Nicht ganz wie gewünscht, aber schon besser als im Sommer.
Wir verlängern von zwei auf drei Nächte und genießen nur noch die Ruhe. Auch die Kater unternehmen hier weitläufige Abendspaziergänge, weil die Wiese rechts und links – zumindest bis zum Ende der Woche hin – angenehm frei ist. Es füllt sich aber Richtung Silvester, fast schon ein wenig zu eng und kuschelig, und wir ziehen dann doch recht froh Richtung Heimat. Mit zwei Zwischenstopps auf einem Bauernhof bei Bayeux und wie immer kurz vor der belgischen Grenze – ohne Böller – ins neue Jahr.